Wahnsinn - das ist wirklich einmalig auf der Welt!!
Die Mezquita ist ursprünglich eine Moschee, die von den Mauren während ihrer Herrschafft in Andalusien gebaut wurde. Das Gelände ist riesig groß: es misst 175x134 Meter.
Betritt man das Gebäude, so trifft man auf 856 maurische Säulen - das Bild zeigt nur einen sehr kleinen Ausschnitt. Allein dieses Bild ist ein wahnsinniges Erlebnis!
Im Reiseführer steht: 'Die symmetrische Anordnung schafft im Zusammenspiel mit den rot-weiß gestreiften Bögen ein unglaubliches Gefühl von Rhythmus, Schwerelosigkeit und schier endloser Weite' - dem kann ich nur zustimmen!
Und jetzt kommt es noch doller: nach der Rückeroberung haben die Spanier mitten rein in diese Säulenlandschaft eine Kathedrale gestellt - keine kleine Kirche - nein, wirklich eine große Kathedrale.
Man kommt also von außen, sieht die Säulen, sieht noch arabische Schriftzeichen und die nach Mekka ausgerichtete Gebetsmulde - und im Zentrum hat man eine katholische Kathedrale mit allem, was dazu gehört - und das teilweise noch mit den Säulen und Rundbögen verbunden. Also quasi Moschee und Kathedrale in einem Raum - das ist wirklich einmalig auf der Welt! Phantastisch!
Also auch mein Umweg (Cordoba liegt eigentlich gar nicht auf direktem Weg nach Malaga) hat sich gelohnt!
Richtung Süden - und dann immer geradeaus! - Der Blog zu meiner Fahrradtour durch Spanien.
Samstag, 25. September 2010
Cordoba
Dem aufmerksamen Leser (wer in aller Welt liest eigentlich dieses Blog??) wird es nicht entgangen sein: ich bin vorgestern zwei Tagesetappen an einem Tag gefahren und habe deshalb in Cordoba zwei Übernachtungen und einen Tag frei vom Radfahren.
Untergekommen bin ich in einem Hostal mit typisch andalusischem Innenhof.
Jetzt bin ich im Tourismus angekommen. Ich habe die ganze Zeit keine Japaner gesehen - hier sind sie, und zwar die Richtigen mit Sonnenhut, Klappsonnenbrille, zwei Kameras und Schlürfgang.
Jeder zweite hat hier einen Reiseführer in der Hand und es gibt 'very nice' Gift-Shops.
Und es gibt Reiseführer mit Megaphon in der Hand.
Und sie alle sind hierher gekommen, um vor allem eines zu sehen: die Mezquita!
Untergekommen bin ich in einem Hostal mit typisch andalusischem Innenhof.
Jetzt bin ich im Tourismus angekommen. Ich habe die ganze Zeit keine Japaner gesehen - hier sind sie, und zwar die Richtigen mit Sonnenhut, Klappsonnenbrille, zwei Kameras und Schlürfgang.
Jeder zweite hat hier einen Reiseführer in der Hand und es gibt 'very nice' Gift-Shops.
Und es gibt Reiseführer mit Megaphon in der Hand.
Und sie alle sind hierher gekommen, um vor allem eines zu sehen: die Mezquita!
Montoro - Cordoba, 60 km
An diesem Schild hab ich überlegt, ob ich einen Abstecher nach Los Angeles machen soll, hab mich aber dann doch für Cordoba entschieden.
Der Tag begann wunderbar: von meinem Hotelzimmer hoch oben über dem Rio Guadalquivir hatte ich einen hervorragenden Blick auf den Sonnenaufgang und konnte mitverfolgen, wie die Sonne immer mehr der strahlend weißen Häuser von Montoro in Beschlag nahm.
Dann Frühstück im Hotel. Dieses Mal gab es Müsli und klassische Musik - beides übrigens das erste mal seit Beginn der Tour.
Dann bin ich frohgelaunt den Berg heruntergerollt und wollte weiter am Fluss entlang - und dann stand ich vor einem 'Carreterra cerrada'-Schild. Mist.
Ich musste daraufhin alles wieder zurück und wieder den Berg hoch, denn die Umleitung ging zurück durch's Dorf. Das Ende vom Lied waren 9 km Extra-Fahrt, bis ich Montoro endlich verlassen habe.
Dann ging es zunächst durch landwirtschaftliches Gebiet, später ein ganzes Stück neben der Autobahn entlang. Ich bin zurück in der Zivilisation - nix mehr mit 'alle halbe Stunde mal ein Auto'...
Dann hat mich die Polizei angehalten. Sie standen an einer Ausfahrt und ich hatte in diesem Moment meinen Helm nicht auf - in Spanien besteht Helmpflicht...
Ich mag es nicht besonders, mit Helm zu fahren - insbesondere dann, wenn sowieso kein Auto unterwegs ist. Also habe ich es bisher so gehandhabt, dass ich ihn nur auf stärker befahrenen Straßen aufgesetzt habe. Schließlich fahre ich gemütlich und nicht wie ein Rennradfahrer...
Aber die Polizisten waren gnädig, ich habe den Helm sofort aufgesetzt, haben sich noch erkundigt, woher ich komme, und als ich gesagt habe, ich komme aus Bilbao mit dem Rad haben Sie mir Respekt gezollt und mich fahren lassen.
Heute bin ich sicher über 100 Radfahrern begegnet. Kein Wunder: es ist Samstag - da wird das Sportgerät ausgepackt. Unter der Woche allerdings fährt kein Mensch Rad - 'Warum soll ich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren - ich hab doch ein Auto'...
Der Tag begann wunderbar: von meinem Hotelzimmer hoch oben über dem Rio Guadalquivir hatte ich einen hervorragenden Blick auf den Sonnenaufgang und konnte mitverfolgen, wie die Sonne immer mehr der strahlend weißen Häuser von Montoro in Beschlag nahm.
Dann Frühstück im Hotel. Dieses Mal gab es Müsli und klassische Musik - beides übrigens das erste mal seit Beginn der Tour.
Dann bin ich frohgelaunt den Berg heruntergerollt und wollte weiter am Fluss entlang - und dann stand ich vor einem 'Carreterra cerrada'-Schild. Mist.
Ich musste daraufhin alles wieder zurück und wieder den Berg hoch, denn die Umleitung ging zurück durch's Dorf. Das Ende vom Lied waren 9 km Extra-Fahrt, bis ich Montoro endlich verlassen habe.
Dann ging es zunächst durch landwirtschaftliches Gebiet, später ein ganzes Stück neben der Autobahn entlang. Ich bin zurück in der Zivilisation - nix mehr mit 'alle halbe Stunde mal ein Auto'...
Dann hat mich die Polizei angehalten. Sie standen an einer Ausfahrt und ich hatte in diesem Moment meinen Helm nicht auf - in Spanien besteht Helmpflicht...
Ich mag es nicht besonders, mit Helm zu fahren - insbesondere dann, wenn sowieso kein Auto unterwegs ist. Also habe ich es bisher so gehandhabt, dass ich ihn nur auf stärker befahrenen Straßen aufgesetzt habe. Schließlich fahre ich gemütlich und nicht wie ein Rennradfahrer...
Aber die Polizisten waren gnädig, ich habe den Helm sofort aufgesetzt, haben sich noch erkundigt, woher ich komme, und als ich gesagt habe, ich komme aus Bilbao mit dem Rad haben Sie mir Respekt gezollt und mich fahren lassen.
Heute bin ich sicher über 100 Radfahrern begegnet. Kein Wunder: es ist Samstag - da wird das Sportgerät ausgepackt. Unter der Woche allerdings fährt kein Mensch Rad - 'Warum soll ich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren - ich hab doch ein Auto'...
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