Dienstag, 5. Oktober 2010

Back to Germany - wasn das für ein Mistwetter hier?!?

Bin gerade gelandet. Fahrrad okay - alles sonst auch.

In der irrigen Annahme, ich könnte die 25 km vom Flughafen nach DA einfach noch nach Hause radeln, bin ich einfach mal gestartet - und gleich in einen Wolkenbruch gekommen! So ein Mistwetter!!

Zum Glück hab ich es einigermaßen trocken bis Dreieich geschafft - jetzt geht es mit der S-Bahn nach Hause.

So ein Mistwetter! Man könnte meinen, es wär schon Herbst...

;-)

Sicherheitsrisiko! Fahrrad am Flughafen Malaga gesichtet! - Passagier beabsichtigt Mitnahme im Flugzeug

Malaga, 05.10.2010 - Am Flughafen Malaga meldete sich heute ein Passagier, der beabsichtigte, sein verpacktes (!)Fahrrad in einer Linienmaschine der Lufthansa mit nach Frankfurt zu nehmen.

Als er am Check-in-Schalter vorsprach, war die Dame sichtlich überrascht: 'So etwas wäre ihr ja noch nie untergekommen' erzählte sie später diesem Blog. Besonders habe sie irritiert, dass einer der Passagiere um Beförderung eines Fahrrads bat - der andere Passagier jedoch gar kein Fahrrad dabei hatte. 'Hier stimmt doch was nicht' soll sie laut gedacht haben und kontrollierte daraufhin die Ausweise der beiden Fremden besonders gründlich, die offenbar deutsche Staatsangehörige ohne Aufenthaltserlaubnis sind.

Per Telefon zitierte sie nach der Ausweiskontrolle eine zweite Amtsperson hinzu, die die Fremden und das angebliche Fahrrad nicht mehr aus den Augen lies.

Um Zeit zu gewinnen, verlangte die Dame am Check-in nun eine Sondergebühr für den Transport des Fahrrades, welche an einem Schalter von Spanair zu bezahlen sei.

Unter den Augen des Sicherheitspersonals und von Überwachungskameras wurde der Sonderling nun an diesen Schalter geschickt.

Die Dame dort - offenbar vorab informiert - musterte den Fremden sehr genau. Unter Vorwänden - sie handelte genau nach ihren Anweisungen - zögerte die Bezahlung der Gebühr für den Fahrradtransport so lange wie möglich hinaus: angeblich sei keine Kategorie für Fahrräder zu finden, dann sollte es auf einmal 100 EUR kosten. Meist wortlos verging Minute für Minute.

Erst nach Protest des Reisenden wurde ein Betrag von 70 EUR festgelegt. Als dann sogar die VISA-Karte des Reisenden anstandslos akzeptiert wurde, konnte sie den Vorgang nicht weiter hinauszögern: der Sonderling kehrte nun zu dem anderen Reisenden an den Check-in-Schalter zurück, der dort weiterhin unter den gestrengen Augen der Dame vom Check-in und der Sicherheitsbeamtin wartete und der sich übrigens bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts zu Schulden hat kommen lassen und der ja noch nicht mal ein Fahrrad besaß. Ihn würde man aus Mangel an Beweisen wahrscheinlich sowieso laufen lassen müssen...

Die Dame vom Check-in übergab nun an die Sicherheitsbeamtin. Deren Devise war: Mürbe machen und Zeit gewinnen. Zwei Reisende und ein Fahrrad im Schlepptau schickte sie die Fremdlinge hinter graue Türen - mit Putzfrauen und weiterem Wachpersonal -, hinter denen sich angeblich ein Annahmeschalter für Sperrgepäck befände - was natürlich nicht der Fall war.

Ihre Strategie, die Reisenden wahllos durch den Flughafen und von einem Terminal zum anderen zu schicken, damit diese schließlich den Flug verpassen, ging jedoch nicht auf: als die Reisenden etwas ungehalten wurden, wurde ihr offenbar die Gefahr zu groß und sie führte die Eindringlinge nun tatsächlich zum Schalter für Sperrgepäck, wo weiteres Sicherheitspersonal mit Schlagstöcken und Pistolen warteten.

Nach Durchleuchtung des Fahrrads und einiger Diskussion kamen die Beamten zu dem Schluss, dass es für die Sicherheit Spaniens wohl besser wäre, die Fremdlinge samt ihrer sonderbaren Fracht umgehend ausreisen zu lassen.

Als um 13.35 Uhr die besagte Lufthansa-Maschine abhob, war die Gefahr gebannt. Das ist wohl gerade nochmal gutgegangen...

Zahlen und Fakten

Ein paar Zahlen und Fakten zur Tour:

- Kilometer auf dem Fahrrad: 1289
- Länge einer durchschnittlichen Tagestour: 70 - 80 km
- Länge der kürzesten Tagestour: 14 km (vom Flughafen Bilbao in die Stadt)
- Länge der längsten Tagestour: 122 km (von Puertollano nach Montoro)
- Durchschnittsgeschwindigkeit: ca. 19 km/h
- Durchschnittliche Temperatur am Nachmittag: > 30 Grad
- Höchsttemperatur auf dem Fahrrad: 37 Grad
- Niedrigste Temperatur auf dem Fahrrad: 11 Grad
- Gewicht des Gepäcks: knapp 20 Kilo
- max. Höhe über N.N.: 1.457 m
- Gesamt-Höhenmeter der Tour: 11.545 m
- maximale Geschwindigkeit: 56,1 km/h
- durchschnittliche Fahrzeit pro Tag auf dem Rad: 4,5 Stunden
- maximale Tages-Fahrzeit auf dem Rad: 7 Stunden, 8 Minuten
- Tage auf dem Rad: 18
Tage frei: 2 (in Madrid und Cordoba)
- Stunden auf dem Rad: 74
- Durchschnittliches Verkehrsaufkommen: ein Auto pro halbe Stunde
- Anzahl Platten: 0
- Anzahl Stürze: 0
- Anzahl technische Defekte: 0
- sonstige Verluste: 0
- Schäden: 1 (Scheibe des Mobiltelefons gebrochen)
- Durchschnittsverbrauch an Getränken pro Tag: 4,5 Liter
- Anzahl Regentage: einer plus zwei halbe
- Durchschnittspreis für ein Einzelzimmer: 55 EUR
- Durchschnittspreis für einen Cafe con Leche: 1,10 EUR
- Typisches Frühstück: 1 Cafe con Leche, 1 Croissant
- Anzahl Cafes con Leche pro Tag: 3
- Hundeangriffe: 1
- um Wechselgeld beschissen worden (bewusst): 1 mal
- von der Polizei angehalten worden: 1 mal
- andere Radreisende gesehen: 3 mal
- Rennradfahrer gesehen: > 200 (nur samstags)
- Anzahl Plastikflaschen im Straßengraben: 247.482
- Anzahl von Sonnenblumenkern-Schalen je Parkbank: 782
- Anzahl unfreundliche Hoteliers und Barpersonal: 1
- Anzahl freundliche Leute: 1.452

- Anzahl tolle Erlebnisse und unwiderrufbare Eindrücke: > 1 Mio.

;-)