Mittwoch, 6. Oktober 2010

Bilbao-Madrid-Malaga: das Resumee

Die Tour ist abgeschlossen und ich bin zurück im Alltag - Zeit für ein kleines Resumee. Dies ist dann auch der letzte Blogeintrag.

Was hat mir besonders gut gefallen?
- dass ich nochmal vier Wochen so richtig Sommer hatte
- das intensive Licht, die klare Luft und die tollen Farben der Landschaft und des Himmels
- die weiten, hügeligen Landschaften der La Mancha
- die Tapas-Bars in Madrid
- der Retiro-Park in Madrid
- die Mezquita in Cordoba
- die Altstadt von Cordoba
- das abendliche Treiben auf der jeweiligen Plaza Mayor
- die Wege auf den ausgemusterten Bahntrassen Vias Verdes
- der Canyon Los Lobos
- der morgendliche Cafe con leche in einer Bar
- dass ich keinen Platten hatte
- fast immer rücksichtsvolle Autofahrer

Was mir nicht gefallen hat:
- der Müll im Straßengraben
- die kläffenden Köter überall
- die für Radfahrer mangelhafte Verkehrsführung im Großraum Madrid

Damit hört es aber auch schon auf: es fallen mir keine weiteren negativen Punkte ein - die Liste der positiven Punkte könnte ich jedoch beliebig fortsetzen.

Oder anders gesagt: das war eine der schönsten Radtouren, die ich je gemacht habe!

Sicherlich auch eine der anstrengedsten: es war die längste Tour und die mit den meisten Höhenmetern.

Aber es hat sich absolut gelohnt. Dadurch, das Spanien im Landesinneren so dünn besiedelt ist, war es ein absolut entspannentes fahren. Und an südländischem Flair und historischem Erbe ist Spanien kaum zu überbieten. Tapas-Bars und eine Kaffee-Kultur runden das Bild ab.

Einfach toll! Das war sicherlich nicht meine letzte Radtour durch Spanien!

Der Alltag ist zurück

Es ist Mittwochmorgen und ich sitze in der S-Bahn nach Frankfurt.

Es ist Herbst. Ich hab gestern die Heizung angestellt. Nichts mehr mit: nachts nochmal alle Türen und Fenster aufreißen, weil es viel zu warm ist. Oder gar die Klimaanlage anschalten.

Ich bin ohne Frühstück aus dem Haus - wo ist die Bar mit gleißendem Neonlicht und Dreck auf dem Fußboden, in die man einfach mal kurz hineinhuschen und seinen Milchkaffee trinken kann? Wo man über den viel zu lauten Fernseher schon etwas vom Tagesgeschehen mitbekommt und dann mit dem mürrischen Barkeeper über 'die da oben' diskutieren kann. Eine Marktlücke.

Die S-Bahn ist voll mit Chinesen. Es ist Buchmesse. Komisch: ich wusste gar nicht, dass China auch auf diesem Gebiet sehr aktiv ist. Oder werden nun auch Bücher kopiert und unter chinesischem Namen vermarktet?