Meine Hotelübernachtungen sind meist ohne Frühstück. Warum auch: nebenan ist ja gleich die nächste Bar, in der man ein typisches spanisches Frühstück zu sich nehmen kann.
Ich sehe meistens zu, dass ich so gegen 8 meine Sachen zusammengepackt habe, dann frühstücken gehe, das Hotel bezahle und frühzeitig loskomme, so dass ich nicht zu sehr in die Mittagshitze komme.
Wenn ich morgens um acht aus dem Hotel gehe, bin ich der erste auf der Straße: bis auf ein paar Straßenfeger ist noch kaum jemand unterwegs.
Die Bars machen meist um acht auf. Oft bin ich der erste Gast. Dann kommt der eine oder andere hinzu und setzt sich wie ich an die Theke. Im Gegensatz zu den Einheimischen rauche ich aber morgens noch keine Zigarette. Und ich werfe auch mein Zuckerpapier und Sonstiges auf den Boden. Dort, wo es am Dreckigsten ist, ist es übrigens am Besten ;-)
Dann geht es auf Tour.
Wenn ich dann am frühen Nachmittag so gegen drei oder vier irgendwo ankomme, dann ist der Ort immer wie ausgestorben: kein Mensch auf der Straße. Siesta wird hier noch großgeschrieben...
Doch dann so gegen sechs füllen sich die Straßen und Plätze, so als gäbe es ein Fest. Meist gibt es eine Plaza Mayor, auf der sich alles versammelt. Kinder spielen, man unterhält sich, schaut dem Treiben zu und lässt es sich gutgehen.
Gegen neun / halb zehn lichtet sich dann das Bild etwas: man geht zum Essen, die Restaurants füllen sich.
Für mich ist dann aber spätestens um 12 Schluss und Zeit fürs Bett.

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